AllgemeinPressemitteilung

„Wo Urlaub auf dem Bauernhof draufsteht, muss Urlaub auf dem Bauernhof drin sein!“

Treffender hätte der Landesrat für Landwirtschaft und Tourismus heute im Plenum des Landtags den Antrag des Team Köllensperger aus der Feder von Fraktionsvorsitzenden Paul Köllensperger nicht formulieren können.

Paul Köllensperger und der für Landwirtschaftsfragen zuständige Landtagsabgeordnete Peter Faistnauer haben heute den Südtiroler Landtag mit den Auswüchsen eines über 10-jährigen Erfolgsmodells konfrontiert, zu dessen Korrektur kürzlich sogar der Südtiroler Bauernbund aufgerufen hat.

Zum Zweck des Verbleibs der landwirtschaftlichen Familien im ländlichen Raum und der Schaffung eines Zusatzerwerbs für den mit immer schwierigeren Rahmenbedingungen kämpfenden Bauernstand hat das Landesgesetz 2008 im Grunde sehr vernünftige Regelungen zu Urlaub auf dem Bauernhof und Buschenschänken geschaffen.

Diese enthalten eine Reihe von Anreizen, welche das touristische Beherbergungs- und Ausschankangebot der Südtiroler Tourismuswirtschaft für Gäste aus nah und fern abrunden und ergänzen und so den Fortbestand landwirtschaftlicher Betriebe attraktiver machen. Jenen landwirtschaftlichen Betrieben und ihren Familien, die dem Gesetz weiterhin Rechnung tragen, sollen jedoch die Begünstigungen aus der Urlaub auf dem Bauern Regelung zuerkannt bleiben.   

Auch die Zahlen sprechen eine beeindruckende Sprache: bei 33 Millionen Gesamtjahresnächtigungen mit  bereits drei bis vier Millionen Nächtigungen durch Urlaub auf dem Bauernhof Betriebe sind diese ein touristischer Faktor und keine Nischenerscheinung mehr.

Bedauerlicherweise tummeln sich jedoch mittlerweile reichlich viele schwarze Schafe mit Urlaub auf dem Bauernhof Lizenzen, die mit landwirtschaftlicher Tätigkeit kaum noch etwas zu tun haben bzw. nicht mehr.

Verschärfend kommt hinzu, dass sich die Urlaub auf dem Bauernhof Gesetzesregelung – und dies nicht im Sinne ihrer Erfinder – mehr und mehr zu einem urbanistischen Schlupfloch ausgewachsen hat, das irgendwo zwischen der Erschöpfung der Möglichkeiten der qualitativen und quantitativen und der Einrichtung von Tourismuszonen angesiedelt ist.

Da die in den laut Gesetz vorgesehenen gebietsmäßig zuständigen Gemeinden für die Aufsicht über die Einhaltung der Bedingungen für Urlaub auf dem Bauernhof oft durch nicht auszuschließende persönliche Naheverhältnisse sowie immer dünnerer Personaldecke in ihrer Kontrolltätigkeit stark gehemmt sind,  hat das Team Köllensperger den Antrag gestellt, die Kontrollen über die Einhaltung der Kriterien von Urlaub auf dem Bauernhof Betrieben dem Land zu übertragen.

Zwar wurde der Antrag wie zu erwarten abgelehnt, aber Paul Köllensperger zeigt sich dennoch zufrieden: „Wir haben das Thema Urlaub auf dem Bauernhof, inklusive der Problematik von Buschenschänken, die regelrechte Restaurants ohne gewerbliche Lizenz im Grünen sind,  in den Landtag gebracht und laut den Wortmeldungen des Landesrats besteht in der Tat Handlungsbedarf. Wenn aber unser Vorschlag nicht Zustimmung gefunden hat, bin ich schon gespannt zu erfahren, wie die Landesregierung den Aufruf zu dringender Korrektur durch den Südtiroler Bauernbund umzusetzen gedenkt. Klar ist, das Thema wird uns durch den Herbst begleiten und auch im Sinne der Steuergerechtigkeit ist das gut so!“

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