AllgemeinPressemitteilung

Wie geht es weiter mit dem Auwald in Brixen?

Das Team Köllensperger fordert in der aktuellen Fragestunde Erklärungen zur Situation des Auwaldes von der Landesregierung. 

In der Industriezone Brixen ist einer der letzten großen Auwälder des Eisacktales erhalten geblieben, erkennbar an den dominanten Baumarten. Viele Laubbäume und Sträucher bilden mit Hopfen und Waldrebe einen dichten Auwald, welcher über das Grundwasser mit dem Eisack noch in Verbindung steht. Bei extremen Hochwässern wird der Auwald überflutet.

Diese Waldfläche ist in der Karte der aktuellen Vegetation Südtirols ausgewiesen und im Projekt StadtLandFluss des mittleren Eisacktales als Auwald beschrieben. Laut internationaler und nationaler Umweltschutzorganisationen ist dieser Auwald ein unverzichtbarer Lebensraum für Tiere. “In diesem Auwald der Industriezone befindet sich eine der wenigen Brutplätze des Graureihers in Südtirol und am Eisack. Er gilt als Lebensraum für den in Südtirol selten vorkommenden und auf der Roten Liste sich befindenden Kleinspecht. Insgesamt konnten in diesem Waldstück 64 Vogelarten gezählt werden”, erklärt Peter Faistnauer vom Team Köllensperger.

Die Rodung dieses Auwaldes ist mit dem Arten-, dem Lebensraum- und dem Naturschutz nicht vereinbar. “Die Gemeinde und das Land sollten stolz darauf sein, dass sie mitten in der Industriezone eine derartig bedeutende „atmende Lunge“ besitzen”, gibt Franz Ploner zu bedenken. Der Brixner Auwald wuchs über hundert Jahre. Den Faktor Zeit kann man nicht künstlich erzeugen. “Weist diesen sehr wertvollen Auwald als Biotop aus, schützt ihn vor jeglicher Zerstörung und erhaltet ihn für unsere Nachkommen!”, riefen die Abgeordneten des Team Köllensperger in der aktuellen Fragestunde auf.

Die zuständige Landesrätin erklärte, dass die Landesregierung sich sehr wohl des gesetzlich geschützten und wertvollen Lebensraumes bewusst ist. Derzeit liege kein Antrag zur Änderung des Landschaftsplanes, daher sind bisher auch keine Gutachten erstellt worden. Im Moment kann keine Rodung genehmigt werden. Ein Antrag könne erst gestellt werden, wenn eine Ausgleichsfläche gefunden wird. 

Die Suche nach einer Ausgleichsfläche von ca 2,4 ha läuft und bringt Unfrieden in die örtliche Bauernschaft.  Das Team Köllensperger macht einen Kompromissvorschlag, welcher den Auwald retten würde: Die Wiese könnte nach einem eventuellen Antrag umgewidmet werden und vom Unternehmen als Gewerbezone genutzt werden. Die notwendigen restlichen 2,4ha könnten etwa 2km südlich vom Hauptstandort gefunden werden, wo bereits andere Betriebe  angesiedelt sind.

Die Wipp- und Eisacktaler Abgeordneten Franz Ploner, Peter Faistnauer und Alex Ploner gaben sich mit dieser Antwort zufrieden, werden aber die Entwicklungen rund um den Brixner Auwald gemeinsam mit dem Team Brixen genauestens verfolgen.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.