AllgemeinPressemitteilung

Wahre Freunde erkennt man in der Krise – Team K fordert sofortige Grenzöffnung zu Österreich

Kanzler Kurz lässt über die Medien ausrichten, dass die Grenzen zu Südtirol geschlossen bleiben sollen. Die antieuropäische Haltung der österreichischen Bundesregierung tritt hiermit wieder einmal deutlich zutage. Team K: „Wir brauchen ein klares Signal an Europa und das sind offene Grenzen in der Euregio.“  Für das Team K kann nicht toleriert werden, dass in diesem Moment, wo so viele Menschen in Südtirol dringend eine Perspektive und Hoffnung brauchen, ein Sager aus dem Munde des österreichischen Bundeskanzler ohne wissenschaftliche und nachvollziehbare Begründung, den Deckel über dem Brenner zumacht. Denn über den Brenner zu befinden, heißt am Ende auch über Europa und die Zukunft der Euregio zu befinden.         

Wo ist denn jetzt der liebe Freund Sebastian Kurz? Jetzt wo ihn nicht nur sein politischer Ziehbruder Philipp Achammer brauchen würde, sondern die gesamte Südtiroler Tourismusbranche, die Bürger und Bürgerinnen, die endlich ihren Zahnarzt in Sillian oder Optiker in Innsbruck aufsuchen möchten oder die Menschen, die an die Kraft der Euregio als Werte- und Menschengemeinschaft geglaubt haben? Unvergessen sind die SVP Hochglanz-Inszenierungen im Wahlkampf, mit dem immer-smarten Bundeskanzler in der Südtiroler Provinz nach dem Motto „Wir sind auf Augenhöhe mit den Mächtigen unserer Schutzmacht“. Wieviel diese politische Freundschaft wert ist, zeigt sich jetzt in der Krise, keinen Pfifferling nämlich, wenn es um knallharte nationale Interessen geht.  

Die Grenzöffnung Österreichs in alle Richtungen außer in Richtung Südtirol und Italien ist eine Bankrotterklärung auch der Europaregion Tirol. Das trockene „Nein“ des Bundeskanzlers Kurz zur baldigen Öffnung des Brenners macht das Bemühen der Tiroler, Südtiroler und Trentiner die Krise gemeinsam und länderübergreifend zu meistern mit einem Schlag zunichte. Es bleibt die Euregio als Hirngespinst in den Köpfen und die schönen Sonntagsreden der verantwortlichen Politiker/innen. Das kleine Europa in Europa steht vor seiner größten Zerreißprobe. 

Gerade jetzt, wo wir vor dem Start dieser für Südtirol überlebenswichtigen Sommersaison stehen, ist es unfassbar, dass Kanzler Kurz durch seine Angstrhetorik und seinem Nein zur Öffnung der Grenzen, das jeglicher epidemiologischen Faktenlage widerspricht, nicht nur in Österreich Angst und Schrecken verbreitet, sondern nun auch Südtirol. Klar ist das wirtschaftliche Kalkül hinter dem Vorwand der Epidemie: die deutschen Urlauber sollen in Österreich bleiben. Dass dies für Südtirols Tourismus mit einer Katastrophe endet, ist unserer Schutzmacht nicht nur egal, sondern sogar kühl kalkuliert. 

Es ist auch enttäuschend, dass sich der Bundeskanzler unserer vielbeschworenen Schutzmacht auch gegen den Rettungsschirm für Italien und damit auch gegen Südtirol ausspricht. Damit bestätigt sich Sebastian Kurz wieder einmal als einer der größten Europaskeptiker. Und die Grünen in der Bundesregierung schweigen sich dazu wieder einmal aus. 

Das Team K zeigt sich nicht nur wegen der Einschränkung der Reisefreiheit der Urlauber in Sorge, sondern vor allem über die Beschneidung der Bewegungsfreiheit der gesamten Bevölkerung der Europaregion dies- und jenseits der Brenner-Grenze. Nachdem nun fast 3 Monate die Menschen so massiv in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt waren, Angehörige, Freunde, Dienstleister und sogar die eigenen Kinder jenseits der Grenze nicht besuchen durften, ist die Entscheidung des Bundeskanzlers die Grenzen in Richtung Italien weiterhin geschlossen zu halten mit dem Notstand nicht mehr zu rechtfertigen, sondern einfach nur kurzsichtig, egoistisch und ein Affront gegenüber der Bevölkerung südlich des Brenners. Wir nehmen es dem selbsternannten „Südtirolfreund“ Kurz nicht ab, dass ihm dieses Nein zur Grenzöffnung zwar leid tue, aber er aus Schutz der eigenen Bevölkerung so entscheiden müsse. Die Fakten und epidemiologische Entwicklung sprechen klar eine andere Sprache. Das politische und oft zitierte Zusammenhalten, auch mit seinem SVP-Buddy Landesrat Achammer, in schönen Online-Posts zelebriert, entpuppt sich als inhaltsloses Geschwätz. Und sicher wird ein eventuelles Einlenken der Bundesregierung morgen nicht auf die vermeintliche Südtirol- Freundschaft des Kanzlers zurückzuführen sein, sondern auf die Proteste Italiens und Europas gegenüber diesem eklatanten Bruch der Regeln des gemeinsamen EU-Marktes.

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