AllgemeinPressemitteilung

Verwaltungsgericht Bozen: ein unglaubliches prozedurales Chaos

Eine prozedurale Absurdität mit der ihre eigene vorherige Entscheidung widerrufen wird. Am Verwaltungsgericht Bozen passiert auch das, aber der Reihe nach.

Aufgrund des von uns zur Anfechtung des Verkaufs der Anteile an der ABD Airport AG eingereichten Rekurses war die erste Gerichtsverhandlung am 24. September anberaumt worden. In dieser Verhandlung hat der mit dem Rekurs betraute Richtersenat, dem die zwei von uns aus bekannten Gründen zurückgewiesenen Richter angehören, unseren Antrag auf Zurückweisung dieser beiden Richter wegen angeblicher manifester Unbegründetheit abgewiesen, und ist mit der Prozessführung fortgefahren. Die Parteien mussten die causa in dieser Verhandlung vor diesem Richtersenat diskutieren.

Aus dem Protokoll der Gerichtsverhandlung vom 24. September (siehe anbei) geht folgendes wörtlich hervor: “[…] La difesa dei ricorrenti dichiara di aver presentato istanza di ricusazione. […] La Presidente, ravvisata la necessità di delibare l’istanza di ricusazione ai sensi dell’art. 18 comma 4 c.p.a., interrompe la seduta ed il Collegio si ritira per l’esame sommario della predetta istanza. Riaperta la seduta, la Presidente pronuncia la seguente ordinanza collegiale: Il Collegio, premesso – che parte ricorrente ha depositato il 20.09.2019 istanza di ricusazione di due dei componenti del Collegio; – che nell’odierna udienza collegiale l’Avv. Reggio d’Aci ha precisato che il procedimento penale nei confronti dell’Avv. Holzeisen è tuttora pendente e che nell’udienza del 04.06.2019 davanti al Gip i giudici ricusati hanno ribadito la richiesta di condanna della medesima; – che ai sensi dell’art. 18 Cpa il Collegio se da una sommaria delibazione ritiene l’istanza di ricusazione manifestamente infondata, dispone la prosecuzione del giudizio; Ritenuto alla luce del precedente specifico deciso da questo TRGA con ordinanza n. 155/2019, depositata il 24.09.2019, che l’istanza di ricusazione è manifestamente priva di fondamento; Un tanto premesso, il Collegio […] pronuncia in udienza la presente ordinanza di prosecuzione del giudizio.”

In anderen Worten, der mit unserem Rekurs betraute Richtersenat, dem die beiden zurückgewiesenen Richter angehören, hat unseren Zurückweisungsantrag in der Verhandlung vom 24.09.2019 abgewiesen, weil laut Meinung dieser Richter, unser Antrag offenkundig unbegründet wäre.

Heute nun die Kehrtwende: mit einer weiteren Verfügung hat der selbe Richtersenat de facto seine vorherige Verfügung vom 24. September, mit welcher er unsere Zurückweisung als manifest unbegründet abgeschmettert hat, annulliert, und die Entscheidung unseres Antrages auf Zurückweisung einem Richtersenat zugewiesen, dem die beiden zurückgewiesenen Richter nicht angehören.

Wir können uns über so ein prozedurales Chaos nur wundern!

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