AllgemeinPressemitteilung

Verschenkte Sehenswürdigkeiten und Mobilität als Turbo für Selfie Tourismus?

Eine angemessen bepreiste Mobilität für Touristen sowie Eintrittstickets für die touristischen Hotspots: dies forderte das Team Köllensperger in seinem von der SVP abgelehnten Beschlussantrag.

“Wir wollen Qualitätstourismus und auch hohe Preissegmente ansprechen, aber verschenken unsere Mobilität und unsere Sehenswürdigkeiten. Als Folge werden Busse und Hotspots schon länger von Selfie-Jägern aus nah und fern überrannt.”, so Paul Köllensperger.

Über mutigere Preisgestaltungen könnten hingegen Touristenströme effizienter gelenkt werden. An einigen wenigen touristischen Attraktionspunkten haben mittlerweile vor allem in der Hochsaison die Instagram-Touristen die in der Nähe lebende Bevölkerung nahezu vergrault.

Über die Diagnose, dass das Südtirol-Bild à la Pragser Wildsee nicht jenem Qualitätstourismus entspricht, das aus der IDM Südtirol Werbung hervorgeht, war sich der gesamte Landtag quer über alle Parteigrenzen hinweg einig.

Handlungsbedarf ja, aber bitte nicht auf der Grundlage von Vorschlägen aus den Reihen des Team Köllensperger! Die Regierungspartei spart nie an Lobesworten für die Vorschläge unseres Fachmanns in der Sanität Dr. Franz Ploner, um sie dann aber wieder und immer wieder entweder zu kopieren, zu versenken oder sich lieber andere Verbündete im Landtag zu suchen. So das kreativlose Muster des Umgangs und die Auseinandersetzung mit unserer Sacharbeit.

„Wenn das Fass mancherorts zu den Stoßzeiten fast schon übergelaufen ist, muss als erste Maßnahme der Zufluss gedrosselt werden. Als Instrument haben wir daher die Bepreisung von touristischen Hotspots zusammen mit einem Kontingentierungsschlüssel vorgeschlagen. Dass das kein Allheilmittel ist, ist klar.“ – erklärt Paul Köllensperger. “Bevor aber im Südtiroler Tourismus nicht endlich der Mut Einzug hält, in einem der weltweit begehrtesten Lebensräume im Sinne auch der Bevölkerung die Kontrolle der Ströme wieder in die Hand zu nehmen, braucht es Maßnahmen, die die Exzesse Schritt für Schritt in den Griff kriegen.“

Das Ende einer dem Gast oftmals als Gratismobilität angepriesenen öffentlichen Beförderung und die Einführung von Eintrittstickets zu unseren Sehenswürdigkeiten wären solche Schritte. Südtirol als einer der weltweit begehrtesten Lebensräume kann es sich nämlich leisten, auch seine Gäste für einen werthaltigeren Tourismus zu motivieren.

Das Team Köllensperger nimmt daher die Ablehnung seines Beschlussantrags zum Qualitätstourismus zur Kenntnis, nimmt aber gerne auch den Landesrat für Tourismus bei seinem Wort, hier in einem größeren Gesamtkonzept zu denken, das er präsentieren will.

Wetten, dass wir dort dann genau diese heute abgelehnten Eintrittstickets wiederfinden werden?

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