AllgemeinPressemitteilung

Politische Bildung, es braucht mehr Mut

Heute hat der Südtiroler Landtag einen Antrag der SVP-Fraktion zur Realisierung einer mobilen Ausstellung zur Information der Bürger angenommen. Köllensperger: “Homöopathische Maßnahme, jetzt sollten wir uns auf die Bürgerkunde in den Schulen konzentrieren”.

Der Südtiroler Landtag hat einen Antrag zur Einführung des “Civibus” angenommen. Es handelt sich dabei um eine mobile Ausstellung, um “möglichst viele Menschen mit grundlegenden politischen Informationen zu versorgen und sie zur aktiven Teilnahme an der Politik zu motivieren”. Für das Team K ist dies eine weitere homöopathische Maßnahme der Mehrheit zur Förderung der politischen Bildung.  

Der Abgeordnete Paul Köllensperger, der sich seit Jahren für mehr politische Bildung einsetzt und zahlreiche Anfragen und Beschlussanträge eingebracht hatte, sagt: “Wir haben für diesen Antrag gestimmt, obwohl weder die Ziele noch die Kosten klar sind. Wir sind jedoch daran interessiert, alle Initiativen für mehr politische Bildung zu unterstützen, unabhängig davon, von welcher politischen Seite sie kommen”.

Die Tatsache, dass dieser Antrag jetzt gestellt wird, rechtfertigt nicht die jahrelange Verzögerung bei der Umsetzung dessen, was bereits vor einigen Jahren von diesem Landtag gebilligt wurde. Vor 18 Monaten wurde die Einrichtung des Büros für politische Bildung im Landtagsgebäude genehmigt.

Der Abgeordnete Alex Ploner, der beruflich als Eventmanager jahrelange Erfahrung mit Info-Road-Shows hat, sagt zum gutgeheißenen Beschlussantrag der SVP: „Solange die konkreten und strukturierten Vorschläge zur Einführung der politischen Bildung in den Schulen, so auch unser Antrag aus dem Frühjahr 2019 im Landtag  von der Mehrheit abgelehnt werden, haben diese Anträge eher eine Alibifunktion. Solche Aktionen, die das Landtagspräsidium zudem bezüglich Umsetzung und Kosten in Erklärungsnot bringen, reichen uns nicht. Wir fordern, dass politische Bildung endlich ein eigenständiges Schulfach wird“ sagt der Abgeordnete Alex Ploner abschließend.

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