AllgemeinPressemitteilung

Lohn ist nicht gleich Lohn

Die Tagesordnung zur Erhöhung des Gehalts der öffentlichen Bediensteten wurde heute im Landtag von der Mehrheit versenkt. Die Landesregierung hält daran fest, keine Erhöhung des Grundgehalts anzustreben, sondern andere Zuwendungen für die öffentlich Bediensteten einzuführen. 

Das Team Köllensperger legte eine Tagesordnung zu den Gehältern der öffentlichen Bediensteten vor, die von allen Oppositionsparteien mitunterzeichnet wurde. Die Landesregierung wird darin aufgefordert, die Löhne der öffentlichen Angestellten zu erhöhen, um den Kaufkraftverlust der letzten Jahre annähernd auszugleichen. Dies sieht auch ein Landesgesetz aus dem Jahr 2015 vor.  

Lohnerhöhungen sind notwendig, die Attraktivität der Arbeitsplätze muss erhöht werden. Aufgrund der demographischen Entwicklung und der anstehenden Pensionierungswelle – das Durchschnittsalter im öffentlichen Sektor beträgt 45 Jahre – wird der Bedarf an Fachkräften steigen. “Unser größtes Problem in 10 Jahren wird nicht die Frage sein, WIE wir die Angestellten bezahlen, sondern WO wir Arbeitskräfte finden”, warnt Maria Elisabeth Rieder. In der Diskussion zogen alle Oppositionsparteien an einem Strang. 

“Eine Lohnerhöhung bringt nicht nur den Bediensteten selbst einen Vorteil, sondern es gibt auch nicht zu vernachlässigende volkswirtschaftliche Vorteile durch die Ankurbelung der Kaufkraft, Mehreinnahmen durch Steuerabgaben und durch den Rückgang von in Zukunft benötigten Sozialleistungen”, vermerkte Paul Köllensperger in der Debatte im Landtag.

Die Landesregierung sollte mit gutem Beispiel vorausgehen, damit eine Lohndynamik entsteht. “Wo es eine gerechte Verteilung der Löhne gibt, da ist weniger Bedarf nach Steuerung notwendig”, meint die Abgeordnete Maria Elisabeth Rieder (Team Köllensperger).

Von Seiten der Mehrheit wurde erneut dargelegt, dass der Vorschlag der öffentlichen Delegation (Essensgutscheine, erhöhter Leistungslohn und Zweisprachigkeitszulage) für jede/n einzelne/n Angestellten mehr Lohnerhöhungen bringt als die geforderte Erhöhung des Gehalts. “Die Vorschläge der Landesverwaltung kommen nicht allen Bediensteten zu Gute und schlagen sich nicht auf die Renten der Angestellten nieder, da sie nicht über das Lohnelemente, die für die Rentenbeiträge zählen, erfolgen” sind sich die Abgeordneten des Team Köllensperger einig. 

Der Tagesordnungspunkt, der den Schutz der Kaufkraft der Gehälter vorsieht, wurde mit 17 zu 14 Stimmen von der politischen Mehrheit aus SVP und Lega abgelehnt.

Besonders enttäuschend ist das Stimmverhalten einiger Abgeordneter der SVP-Mehrheit, die sich offensichtlich nur noch medial als sogenannte Arbeitnehmervertreter für die Belange der Angestellten einsetzen.

2 Gedanken zu „Lohn ist nicht gleich Lohn

  1. Ich finde es eine Schweinerei,dass gewisse Politiker immer nur auf die eigenen Vorteile ( bzw.den eigenen Geldbeutel ) schauen !!!! Z.B.bei den öffentlich Angestellten ist der Landeshauptmann &Co so stur,obwohl ihnen diese Gehaltserhöhung schon seit Jahren zustehen würde !!!!!
    Vor den Wahlen wurden Gehaltserhöhungen versprochen……achso, nur für gewisse Privilegierte, die eh schon genug haben !!!!!

  2. Die Löhne und Renten der Arbeitswelt sind relativ gleich geblieben seit der Euro Einführung aber die Preise des Lebensunterhalts steigt und steigt und auch das Wohngeld explodiert!!! Wie soll man sich da noch was anderes leisten können??? Aber die Lohn-Rentenerhöungen der Politprominenz explodiert!!! Wo bleibt da die Gerechtigkeit, dass für das Wohl des ganzen Volkes gearbeitet wird??? Der Kollaps steht bevor!!!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.