AllgemeinPressemitteilung

Keine Kita für Alle

Das Team K stellte eine Anfrage zu Plätzen und Finanzierung der Kleinkindbetreuung. Die Frage nach den säumigen Gemeinden bleibt offen.

Viele Zahlen enthält die Antwort auf die Landtagsanfrage des Team K zu “Plätzen und Finanzierung der Kleinkindbetreuung”. In den letzten zehn Jahren sind natürlich die Anzahl der Plätze und der Strukturen gestiegen, genauso wie die Anzahl der betreuten Kinder. Diese Zahlen waren bereits in den Medien nachzulesen.

Die Gemeinden sind verpflichtet, für 15% der Kinder von 0-3 Jahren einen Kleinkindbetreuungsplatz vorzusehen, auf die Frage, welche Gemeinden hier säumig wären, gab es keine Antwort. “Für diese Gemeinden ist bereits seit mehreren Jahren eine Reduzierung der Gemeindenfinanzierung vorgesehen, die aber bisher nie angewandt wurde”, stellt Maria Elisabeth Rieder fest. Wenn es keine Konsequenzen gibt, werden die entsprechenden Gemeinden sich auch nicht um die Errichtung von Kleinkindbetreuungstrukturen bemühen. Dies geht wiederum zu Lasten der Familien, die in ihrer Lebensplanung und Organisation dadurch eingeschränkt werden.

Die Vereinigung “Cittadinanza attiva” stellte kürzlich fest, dass die Tarife für die Kleinkindbetreuung in Südtirol zu den zwei höchsten in Italien gehören. Südtirol hat bekanntermaßen hohe Lebenshaltungskosten, also kostet auch die Betreuung mehr. Die Gehälter steigen jedoch seit Jahren nicht und diese hohen Tarife sind eine Last für viele Familien. “Ich setze mich für eine Vereinheitlichung des Tarifmodells ein, keine Abrechnung nach Stunden, sondern Pauschaltarife. Das erleichtert die Planung für die Familien als auch für die Trägerkörperschaften”, erklärt Rieder.

 

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