AllgemeinPressemitteilung

Impfen – Information vor Zwang

Das Volksbegehren “Impffreiheit statt Impfzwang” wird diese Woche im Südtiroler Landtag behandelt. Das Team Köllensperger unterstützt diese Initiative und fördert einen wissenschaftlich fundierten Zugang und fordert Aufklärungsarbeit vor Zwangsmaßnahmen.

Unwidersprochen gehören die Impfungen zu den erfolgreichsten Vorsorgemaßnahmen der Medizin und bilden die wichtigsten Präventionsmöglichkeiten, die Bevölkerung vor potenziell schwerwiegenden gesundheitlichen Gefahren zu schützen.

Trotz ihres unbestreitbaren Nutzens gibt es in der Bevölkerung auch Vorbehalte gegen Impfungen, diese ablehnende Haltung wird durch den „Zwang“ zur Impfung noch zusätzlich verstärkt. “Trotz allem müssen wir uns bewusst sein, dass die Impfungen – besonders im Kindesalter – zu den effektivsten Public Health Maßnahmen zählen”,  erklärt Landtagsabgeordneter Dr. Franz Ploner

Impfmüdigkeit wurde jüngst von der Weltgesundheitsorganisation als eine der 10 wichtigsten Bedrohungen der globalen Gesundheit bezeichnet. Es geht nun darum diese Impfmüdigkeit oder Impfnachlässigkeit zu reduzieren. “Ich glaube nicht,, dass Ausschlüsse aus Kita und Kindergarten der richtige Weg sind, denn bestraft sind hier nur die Kinder. Wichtig ist es zu informieren und mit den Menschen zu reden”, meint Dr. Ploner.

In Ländern ohne Impfzwang (Deutschland, Österreich, Großbritannien u.v.a.) haben wir eine Durchimpfungsrate von über 95% bei der 1. Masernimpfung im Gegensatz zu Ländern mit Impfpflicht, in denen die Durchimpfungsraten bei 90% liegen (z.B. Frankreich und Italien)

Vor diesem Hintergrund erhebt sich die Frage, ob eine generell gesetzlich verankerte Impfpflicht für alle 10 vorgesehenen Impfungen, sinnvoll ist, oder ob Impfungen nicht vielmehr auf einer aufklärungsbasierten Entscheidung erfolgen sollten, um die Ablehnungshaltung zu vermindern.

“Der Landtag muss nach Möglichkeiten suchen, die geeignet sind, die bestehenden Impflücken zu schließen bei gleichzeitiger Berücksichtigung der Selbstbestimmung des Einzelnen und der Fürsorge für die Allgemeinheit! Wir müssen Maßnahmen entwickeln, die kurz- und mittelfristig dazu führen, dass 95% der Bevölkerung ausreichend ohne Zwang gegen die zu impfenden Infektionskrankheiten immunisiert sind” schließt Dr. Ploner.

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