AllgemeinPressemitteilung

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Gesundheitsversorgung und bei den Rettungsorganisationen

Antrag von Erstunterzeichner Dr. Franz Ploner wird im Dreier-Landtag in Meran behandelt: „Ein mehr als konkreter Vorschlag für die Bevölkerung der Europaregion“.

Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung nimmt vor allem in den Grenzregionen einen besonderen Platz ein. Dies ist auch Thema eines Beschlussantrages vom Landtagsabgeordneten des Team Köllensperger Dr. Franz Ploner, der von mehreren Kollegen des Südtiroler Landtags mitunterzeichnet worden ist.

Für mehr grenzüberschreitende Zusammenarbeit

“Ich habe jahrelang als Primar am Krankenhaus Sterzing gearbeitet und ich habe aus erster Hand erfahren, wie wichtig die grenzüberschreitende Zusammenarbeit sowohl in der Gesundheitsversorgung als auch in den Rettungsaktionen in Grenzgebieten wie das Wipptal ist“, stellt Dr. Franz Ploner fest.

Mit diesem Beschlussantrag fordern wir eine bessere Zusammenarbeit in mehreren Bereichen, sowohl in der Versorgung der Patienten als auch in der Ausbildung und im Personaleinsatz.

Versorgung & Ausbildung

„Die Bevölkerung erwartet von uns ganz konkrete, umsetzbare Maßnahmen, die für sie im täglichen Alltag spürbar sind“, ist Dr. Franz Ploner überzeugt.

Unser Beschlussantrag setzt sich zum Ziel, die Einbindung der grenznahen Rettungsstützpunkte unter der Koordination der Landesnotrufzentralen beim Einsatz der boden- oder luftgebundenen Rettungsmittel, um die notfallmedizinische Versorgung der Bevölkerung im Euregio-Bereich zu verbessern.

Den Studenten der Pflegefachhochschulen sollte die Möglichkeit geschaffen werden, die Praktika in der gesamten Euregio zu absolvieren. Dies würde die sprachliche, fachliche und interprofessionelle Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Euregio-Ländern sowie den Fachdisziplinen verbessern

Die rechtliche Grundlage

Die Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino ist eine besondere Institution, die eine grenzüberschreitende und länderübergreifende Zusammenarbeit wünscht. Sie eignet sich besonders für innovative Projekte, die als Beispiele für andere Grenzregionen gelten können.

Als oberste Rechtsquelle gilt die EU-Gesetzgebung. Der Vertrag von Lissabon (2009) sieht ausdrücklich vor, dass die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten im Gesundheitsbereich in grenznahen Regionen verstärkt werden muss. Eine weitere rechtliche Grundlage ist die EU-Richtlinie 2011/24/EU (2011), die eine grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung vorsieht. Diese Bestimmung erlaubt, dass medizinische Leistungen und Betreuungen auch in einem anderen Staat in Anspruch genommen werden können und fordert, dass die Mitgliedsstaaten die Zusammenarbeit auf regionaler und lokaler Ebene erleichtern.

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