AllgemeinPressemitteilung

Ende der Papierbauern und -bäuerinnen

Die vom Team K im September im Landtag aufgeworfene Diskussion rund um die Regelung der Urlaub auf dem Bauernhof Thematik zeigt, dass eine gesetzliche Neujustierung höchst an der Zeit ist. Inzwischen liegt  ein Gesetzentwurf der SVP vor, der ab 2020 in Kraft treten soll. Damit wird das Landesgesetz von 2008 dahingehend abgeändert und ergänzt, dass den schwarzen Schafen zunehmend das Handwerk gelegt wird.

Die Zahlen rund um den Urlaub auf dem Bauernhof sprechen eine beeindruckende Sprache: bei 33 Millionen Gesamtjahresnächtigungen in Südtirol werden fast drei Millionen Nächtigungen durch Urlaub auf dem Bauernhof Betriebe generiert. Somit sind diese  Bauernhöfe schon lange ein touristischer Faktor und keine Nischenerscheinung mehr. Viele wollen am Kuchen mitnaschen. Leider immer mehr auch sogenannte Papierbauern bzw. -bäuerinnen, die zwar über Urlaub auf dem Bauernhof Lizenzen verfügen, aber mit landwirtschaftlicher Tätigkeit kaum noch etwas zu tun haben bzw. nicht mehr.Verschärfend kommt hinzu, dass sich die UaB-Gesetzesregelung – und dies nicht im Sinne ihrer Erfinder – mehr und mehr zu einem urbanistischen Schlupfloch ausgewachsen hat, das irgendwo zwischen der Erschöpfung der Möglichkeiten der qualitativen und quantitativen und der Einrichtung von Tourismuszonen angesiedelt ist.
Mit der neuen gesetzlichen Regelung sollen diese Schlüpflöcher nun geschlossen werden.„Die bloße Einführung der Verpflichtung am Hof Tiere zu halten, um eine Urlaub auf dem Bauernhof Lizenz zu erhalten wird aus meiner Sicht das Problem nicht beheben. Sogenannte Papierbauern und -bäuerinnen sind vielfach den Gemeindeverwaltungen bekannt, die im Grunde diese kontrollieren und die Einhaltung der Regeln einfordern müssten, mit der Konsequenz der Sanktionierung. Ich bin gespannt, wie mit dem neuen Gesetz den Schlaumeiern das Handwerk gelegt wird“ sagt der Landtagsgeordnete Peter Faistnauer vom Team K.
Da die in den laut Gesetz vorgesehenen gebietsmäßig zuständigen Gemeinden für die Aufsicht über die Einhaltung der Bedingungen für Urlaub auf dem Bauernhof oft durch nicht auszuschließende persönliche Naheverhältnisse sowie immer dünnerer Personaldecke in ihrer Kontrolltätigkeit stark gehemmt sind,  hat das Team K bereits im September den Antrag gestellt, die Kontrollen über die Einhaltung der Kriterien von Urlaub auf dem Bauernhof Betrieben dem Land zu übertragen. Davon will derzeit der zuständige Landesrat Arnold Schuler aber nichts wissen.
„Es wird nun interessant sein zu sehen, wie gegen die Papierbauern und -bäuerinnen vorgegangen wird. Auch wenn im September unser Beschlussantrag in dieser Thematik von der SVP abgelehnt worden ist, so zeigen die zunehmenden Aktivitäten des zuständigen Landesrates, dass das Team K offensichtlich in ein Wespennest gestochen hat. Jahrelang wurde ein System geduldet, das dem gesamten Sektor jetzt imagemäßig sogar schadet“ sagt Paul Köllensperger vom Team K.

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