AllgemeinPressemitteilung

Ehrenamt – Schulterklopfen ist zu wenig

Pünktlich zum Tag des Ehrenamtes übertreffen sich Politiker und Politikerinnen mit Lob und Dank für die 150.000 Ehrenamtlichen im Lande. In der Tat, ohne das Ehrenamt würde Vieles nicht funktionieren. Die 5300 Vereine halten die Gesellschaft sportlich, kulturell, sozial und zivilschutztechnisch am Leben. 

Das Team K hat sich seit Anfang an dem Ehrenamt verschrieben. „Lob und Dank sind wichtig, aber die wichtigste Aufgabe der Politik ist es, die Anliegen der Ehrenamtlichen nicht nur ernst zu nehmen, sondern die Voraussetzungen zum Gelingen dieser ehrenamtlichen Arbeit zu schaffen“, sagt Paul Köllensperger, Fraktionssprecher vom Team K.

Das Ehrenamt gerät vielerorts mittlerweile an seine Grenzen. Seit Jahren wird auf die ausufernde Bürokratie im Ehrenamt ebenso hingewiesen, wie auf mangelnde Finanzierungen, zu spät ausbezahlte Beiträge oder die nicht vorhandene Planungssicherheit, weil mehrjährige Finanzierungszusagen schlichtweg gesetzlich nicht vorgesehen sind. 

„Unser Gesetzentwurf um mehrjährige Finanzierungszusagen für Vereine gesetzlich zu verankern wurde leider von der SVP in der Gesetzgebungskommission abgelehnt. Wir hoffen nun, dass den Lobeshymnen gerade heute zum Tag des Ehrenamtes auch Taten folgen und der Entwurf im Landtag angenommen wird. Ebenso gespannt sind wir auf das Abstimmungsergebnis zum kürzlich eingebrachten Beschlussantrag, der vorsieht, dass Ehrenamtliche, wenn sie von der öffentlichen Verwaltung oder den Schulen als Referenten/Experten verpflichtet werden, zumindest einen Spesenersatz erhalten. Ehrenamt darf von der öffentlichen Verwaltung nicht ausgenützt werden“, sagt der Abgeordnete Alex Ploner vom Team K. 

Mit der Einrichtung des Dienstleistungszentrums für das Ehrenamt wurde heuer im April ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung getan. Doch effizient kann diese Dienststelle für 150.000 Südtiroler und Südtirolerinnen im Ehrenamt nur arbeiten, wenn auch die entsprechenden Ressourcen von der Politik zur Verfügung gestellt werden. Im Ehrenamt heißt es aus unserer Sicht in Zukunft mehr klotzen als kleckern, denn wenn beim Ehrenamt gespart wird, dann wird aus unserer Sicht am falschen Platz gespart, so das Team K.

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