AllgemeinPressemitteilung

Bahn von Bozen bis Kaltern und Ausrufung des Klimanotstandes abgelehnt: SVP quo vadis?

Zwei wichtige Beschlussanträge, die Bahnlinie von Kaltern nach Sigmundskron und die Ausrufung des Klimanotstandes, wurden von der Mehrheit ohne mit der Wimper zu zucken abgelehnt. 

 

Umweltschutz bedeutet auch die Umsetzung solcher Projekte. Die Planung der Bozner Bahnlinie beginnt schon in ihrem Ursprung mit einem Fehler: Die Endstation Sigmundskron ist teuer und für Pendler und Touristen absolut unattraktiv. Wer heute mit dem Auto vom Überetsch kommend nach Bozen fährt, würde dies auch weiterhin tun. Aus diesem Grund ist es notwendig, den Verkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern – von Kaltern bis nach Bozen.

Ohne eine direkte Verbindung zu den beiden Überetscher Gemeinden Eppan und Kaltern bleibt das Bozner Tramprojekt unvollständig, und die investierten öffentlichen Summen wären somit nicht optimal eingesetzt. Es wäre also auch unnötig, die Bozner Trasse bis nach Sigmundskron zu führen, wenn sie genauso gut am Stadtrand oder beim Krankenhaus enden könnte, um der Mehrheit der Stadtbevölkerung zu dienen. Außerdem wird dem Überetsch bereits seit vielen Jahren eine Verkehrsentlastung versprochen. Täglich fahren ca. 20.000 Autos vom Überetsch nach Bozen. Der Metrobus brachte Verbesserungen, aber er ist keine optimale Lösung für die Pendler/innen.

Alle diese Überlegungen und Argumente wurden von der gesamten Opposition im Landtag mitgetragen, die Mehrheit stellte sich, wie so oft, dagegen. Wieder eine verpasste Gelegenheit für ein modernes und nachhaltiges Südtirol!


Die globale Erwärmung ist die größte Herausforderung unserer Zeit und ihre Unterschätzung stellt für uns und für zukünftige Generationen eine große Gefahr dar. Ziel unseres Antrags war es, ein starkes politisches Signal mit der Ausrufung des Klimanotstandes zu setzen. Zudem enthält der Antrag zahlreiche Punkte, die sich konkret mit dem Problem befassen, insbesondere die Prüfung der Vereinbarkeit der Gesetze mit dem Klimaschutz, mit dem Ziel, die Klimaneutralität unseres Landes bis 2035 zu erreichen oder das Vorsehen konkreter Vorteile für nachhaltige Unternehmen im öffentlichen Auftragswesen.

Aber auch hier hat sich einmal mehr herausgestellt, dass die Politik der Gesellschaft und insbesondere unseren Jugendlichen hinterherhinkt. Was werden die Mitglieder der Landesregierung und der Mehrheit sagen, wenn die Schüler/innen wieder vor den Landtagsgebäuden demonstrieren?

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